leer Haus
         
   

An der Stadtmauer 5
Das Schmarotzerhaus


Dieses Haus wurde 1709 direkt an die Stadtmauer von Menden gebaut. Deshalb wird es Schmarotzerhaus genannt, weil sich die armen Hausbauer früher eine Wand dank der Stadtmauer einsparen konnten. Das Schmarotzerhaus wurde von der Mendener Stiftung Denkmal und Kultur vollständig saniert und ist nun Teil des Mendener Musuems.

Bis ins ausgehende Mittelalter entwickelten sich Ortschaften und Städte innerhalb befestigter Wehranlagen, den Stadtmauern. Diese dienten zum Schutz gegen unerwünschte Eindringlinge und Feinde. Als die Stadtmauern ihre Funktion verloren, verschwanden sie in vielen Stadtbildern. Sie wichen neuen Baukörpern und die Expansion der Städte sollte nicht durch einen Befestigungswall gebremst werden.

Einige Bürger, insbesondere Handwerker, nutzten jedoch die Mauer als Rückwand ihrer neuen Häuser und bauten sozusagen als Schmarotzer mit nur drei Fachwerkwänden ihr neues Heim. Im Erdgeschoss übten sie häufig ihr Handwerk aus und die in der Diele befindliche Kochstelle wurde zum Zentrum des Familienlebens. Die Räume im ausgesprochen niedrigen Dachgeschoss dienten als Schlaf- und Ruhestätte.

Das Haus An der Stadtmauer 5 ist ein solches Schmarotzerhaus und verbunden mit dem letzten Stück der Stadtmauer einzigartig in Menden. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der bauhistorischen Untersuchnung auf der Seite Baubeschreibung..

Bundesweit sind derartige Zeitzeugen nur noch sehr selten zu finden.
Radio-MK-Reporterin Birte Steuer hat sich in Menden mit Peter Hoppe getroffen und sich das Schmarotzerhaus angeschaut. Hören Sie hier ihren Bericht, der uns freundlicherweise von Radio MK zur Verfügung gestellt wurde

© 2008 pfeil Radio MK


Bild Baubeschreibung


 



Schmarotzerhaus

Startseite   Impressum