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Mendener Stiftung Denkmal und Kultur
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20.07.2011
Der mächtige Poenigeturm erstrahlt in
neuem Glanz. Viele Besucher sahen sich
das Bauwerk von innen an, darunter die
Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag
und Bürgermeister Volker Fleige. Die
Musikklasse der Realschule Menden
sorgte für Hörgenüsse. Foto: Becker

Poenigeturm ab sofort für Besucher geöffnet

Es war tatsächlich so, als sei der Poenigeturm nach jahrhundertelangem Schlaf wachgeküsst worden. Der einstige Wehrturm und teil der Mendener Stadtbefestigung wurde am 19. Juli 2011 offiziell eröffnet.

Und das Interesse an dem Bauwerk war riesig, als die Mendener Stiftung Denkmal und Kultur, die den Turm mit riesigem Aufwand restauriert hatte, an die Mendener übergeben wurde. Peter Hoppe, gemeinsam mit Jan-Dirk Hartmann Vorstand der Stiftung, strahlte über das ganze Gesicht, als er zahlreiche Ehrengäste, darunter Sponsoren, Handwerker und Politiker begrüßte. Und er machte auch gleich deutlich, wer von dieser Maßnahme besonders profitieren soll: die nächste Generation. Und so durfte auch der Kindergarten „Kleine Freunde“ mit einer Tanzdarbietung dabei sein.

Bürgermeister Volker Fleige würdigte die Arbeit der Mendener Stiftung, die nach dem Schmarotzerhaus bereits zum zweiten Mal ein historisches Gebäude restaurierte und für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellte. Fleige verwies auf das Leitmotiv „Wir machen Menden – Unsere Zukunft“. Fleige: „Es bewegt sich etwas in Menden, Menden hat Fahrt aufgenommen, getreu dem abgewandelten Motto des schwarz-gelben Hochsauerländers Aki Watzke: Wir müssen weiterhin bescheiden sein, aber wir sind ambitioniert!“

Peter Hoppe indes machte deutlich, dass die Maßnahme nicht umzusetzen gewesen wäre, hätte es nicht viele Sponsoren und Unterstützer gegeben – allen voran die Stadtwerke Menden und die NRW-Stiftung. Für die erklärte ihre Geschäftsführerin Martina Grote, solches Engagement wie das von Peter Hoppe gebe es „viel zu wenig in unserem Land“.

© 2011 Dirk Becker © 2011 Bild Hellweger Anzeiger


19.07.2011
Poenigeturm

Alter Turm ist Zukunftszeichen

Offizielle Einweihung des restaurierten Poenigeturms am Dienstag.  Foto: Martina Dinslage
Offizielle Einweihung des restaurierten Poenigeturms am Dienstag. Foto: Martina Dinslage

Menden. Ein uralter Turm stand im Mittelpunkt. Aber noch viel mehr als von der Vergangenheit war gestern Vormittag von der Zukunft die Rede, als der restaurierte Poenigeturm feierlich eröffnet und an die Mendener Bürger übergeben wurde.

Als alle Reden gehalten waren, da formierte sich schnell eine Warteschlange vor dem mehr als 600 Jahre alten Stadtturm, der nun endlich aus seinem Dornröschenschlaf erweckt worden ist. Alle wollten selbst erleben, wie der Turm von innen aussieht. Aber Geduld war gefragt, denn aus Sicherheitsgründe dürfen nur jeweils 15 Leute die Treppen hoch.

Zu dem ersten Trupp gehörten gestern Berthild Brunswicker und Renate Brenner. Die beiden sind Stadtführerinnen und werden bald hier ihre Führungen beginnen. Beide zeigten sich gestern begeistert: „Das ist eine ganz tolle Sache hier. Einfach schön.“ Und auch Menden-Urgestein Werner Frohne scheute mit seinen 80 Jahren die vielen Stufen nicht und konnte gleich auf der großen Schautafel auf der Plattform unter dem Dach das mittelalterliche Menden erklären. Hier soll bald auch das beliebte Menden-Modell seine Platz finden, das derzeit noch im Rathaus-Foyer steht.

Bevor der Turm gestern – nach der inoffiziellen Eröffnung während des Stadtwerke-Tages vor eineinhalb Wochen – zum ersten Mal auch erlebbar wurde, würdigten mehrere Redner das Engagement der Mendener Stiftung Denkmal und Kultur mit ihren Protagonisten Peter Hoppe und Jan Dirk Hartmann.

Für Hoppe war es eine Selbstverständlichkeit, dass gestern auch Kinder zum Eröffnungsprogramm gehörten: Die Mädchen des Kindergartens „Kleine Freunde“ präsentierten einige Tänze. Denn der Poenigeturm, so Hoppe, sei renoviert worden „für die Generationen, die nach mir kommen“. Und er nahm sogar eine Anleihe beim legendären John F. Kennedy, als er die Mendener aufrief, das Projekt Poenigeturm zum Anlass zu nehmen, sich selbst zu fragen, was jeder selbst für die Stadt tun könne.

Doch gerade diesen Grundsatz sieht die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag in Menden angesichts der Restaurierung aus Spenden und Spendengeldern schon weit entwickelt: „Die Mende ner sagen nicht, es müsste mal etwas getan werden, sie machen es einfach.“ Der Poenigeturm sei ein zukunftsweisendes Projekt: „Denn Städte, die etwas aus sich machen, haben mehr Chancen.“


Stadtwerke-Chef Helmut Heidenbluth

Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung

Das sah auch Bürgermeister Volker Fleige so, indem er die Verbindung zog zwischen der Einweihung des Poenigeturms am Vormittag und der Infoveranstaltung am Abend zu dem geplanten Einkaufszentrum Nordwall, das nur wenige Meter entfernt entstehen soll: „Es ist ein besonderer Tag. Der zeitliche Zusammenhang war zwar so nicht geplant, aber es verbinden sich hier Historie und Moderne. Es bewegt sich etwas in Menden, Menden hat Fahrt aufgenommen.“

Dass er als Bürgermeister der Nothaushaltskommune Menden, die aus eigener Kraft nicht viel investieren kann, dank des Bürgerengagements schon wieder etwas eröffnen durfte, machte Volker Fleige sichtlich Spaß: „ Der Alte Rathausplatz war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich.“

Zwei Ehrengäste durften sich über ein besonderes Geschenk freuen. Stadtwerke-Chef Helmut Heidenbluth und Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung, bekamen eine eigens angefertigte Zeichnung von Poenigeturm und Schmarotzerhaus von WP-Karikaturist Jürgen Tomiczek. Für die NRW-Stiftung, weil sie nach dem Teufelsturm und dem Schmarotzerhaus auch die Restaurierung des Poenigeturms mit 62 500 Euro unterstützt hatte (Grote: „Die Mendener verstehen es, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen“). Und für die Stadtwerke, weil sie in ihrem Jubiläumsjahr Hauptsponsorin des Restaurierung waren. Heidenbluth: „Dass es gut werden würde, wusste ich von Anfang an. Dass es so gut würde, konnte ich nicht ahnen.“

© 2011 Michael Koch © 2011 Bild Der Westen / Westfalenpost Menden



10.07.2011
Historischer Blick in den leeren Poenigeturm

Mendener entdecken ihren alten Poenigeturm neu

Erste Einblicke in den Poenigeturm. Foto: Tobias Schad
Erste Einblicke in den Poenigeturm. Foto: Tobias Schad

Menden. Die Sonne strahlt, ein leichter Wind streichelt die Bäume. Unter einem Pavillon der Stadtwerke warten schon viele Besucher. Sie alle wollen an diesem Samstag die Ersten sein, die den restaurierten Poenigeturm zehn Tage vor der offiziellen Einweihung besichtigen dürfen.

Im Rahmen der 150-Jahr-Feier der Stadtwerke Menden war entschieden worden, den Poenigeturm für Besucher zu öffnen. „Wir haben diesen Platz nicht zufällig ausgewählt“, sagt Helmut Heidenbluth, Geschäftsführer der Stadtwerke, „wir brauchten ein Geschenk für die Bürger, etwas Dauerhaftes“. Denn die Stadtwerke verdanken ihren Erfolg schließlich den Bürgerinnen und Bürgern, wie Heidenbluth betont.

Gegenläufige Treppen aus Holz und Stahl

Drinnen warten Bürgermeister Volker Fleige und Peter Hoppe, Vorsitzender der Mendener Stiftung Denkmal und Kultur, die die Restaurierung des Turms in die Hand genommen hatte. „Ein Traum wird wahr. Wir machen Geschichte anschaulich und erlebbar“, fasst Volker Fleige zusammen. Peter Hoppe kann Stolz und Freude kaum zum Ausdruck bringen. „Als wir mit dem Schmarotzerhaus fertig waren, haben wir gesagt, wir machen erst mal gar nichts mehr“, erklärt Peter Hoppe. Irgendwann wurden die Pläne zur Sanierung des Poenigeturms konkreter und vor mehr als zehn Monaten rückten die Handwerker an. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir das Projekt ausschließlich mit Mendener Unternehmen realisieren konnten. Ich bin stolz auf Mendens Bürger, die Handwerker, Spender und Sponsoren“, so Peter Hoppe.

Und dann ist es so weit: In Gruppen von 15 Personen betreten die Besucher den Poenigeturm. Mehr dürfen aus Brandschutzgründen nicht auf einmal hinein. Zunächst herrscht Verwirrung, denn es führen gleich zwei Treppen die knapp 17 Meter nach oben. Weit gefehlt! Da die Treppen recht schmal sind, ist die eine der Auf-, die andere der Abstieg. Sonst kommt man sich ins Gehege. Die Treppe ist aus dunklem Stahl, die Stufen aus hellem Holz. Was die Handwerksunternehmen im Innern des Poenigeturms geschaffen haben, grenzt an Kunst. Der Turm erstrahlt, was nicht nur an der Beleuchtung liegt.

Ganz oben sollte eigentlich das Stadtmodell des mittelalterlichen Menden stehen. Zurzeit ist das Turmdach aber noch nicht fertig, das Modell wäre also der Witterung ausgesetzt. Daher fehlt das Modell noch, an seiner Stelle steht ein Bild von Menden. Die Besucher sind dennoch begeistert. „Schön, aber ich hätte mir gewünscht, dass man besser aus den Fenstern gucken kann“, sagt ein Besucher. Ganz ernst scheint er das nicht zu meinen, denn er lächelt bei diesen Worten verschmitzt. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Turm so schön fertig gemacht wird“, äußert sich eine Besucherin. Ein anderer Besucher ist hingegen etwas enttäuscht: „Ist schön geworden, aber mich stört es ein bisschen, dass die Infotafeln an den Wänden die Geschichte der Stadtwerke erzählen. Da sollte die Geschichte des Turms zu lesen sein.“

© 2011 Laura Oswald-Jüttner © 2011 Bild Der Westen / Westfalenpost Menden



18.03.2011
Historischer Blick in den leeren Poenigeturm

Poenigeturm leer innen
Der Blick hinauf in den leeren
Poenigeturm. Während der Turm unten
etwa 12 Quadratmeter Grundfläche hat,
sind es oben 20 Quadratmeter,
weil die Wände dünner werden.
Menden. Es ist ein besonderer Moment für alle, die unten im Poenigeturm stehen. Ihr Blick geht in die Höhe, unter das Dach. Diese Möglichkeit bietet sich zum ersten Mal seit 1346 so - ohne Treppenkonstruktion und Plattformen.

Peter Hoppe und Jan-Dirk Hartmann von der Mendener Stiftung Denkmal und Kultur haben sich hier mit dem Architekten Sebastian Gawron getroffen. Auch dabei: Stadtwerke-Geschäftsführer Helmut Heidenbluth und Marketingleiterin Maria Geers. Der Energieversorger, der in diesem Jahr sein Jubiläum feiert, bezuschusst die Restaurierung des Poenigeturms.

Das Quintett spricht selbst von einem „historischen Moment“ – und tatsächlich wird es schon am Montag anders aussehen im Poenigeturm. Dann beginnt der Aufbau der gegenläufigen Treppe. Vier bis sechs Wochen später wird diese Konstruktion fertig sein, kündigt der Architekt an.

Peter Hoppe weist noch einmal auf das hin, was in den letzten Wochen und Monaten passiert ist. Die Wände wurden gesäubert – erst per Sandstrahler und dann mit dem Dampfstrahler. Auch die Holzfenster wurden bereits eingebaut. Sebastian Gawron berichtet, dass die Substanz des Gemäuers im Kern gesund ist: „Damit kann man arbeiten, ich bin sehr zufrieden.“ Sowohl zeitlich wie auch finanziell sei man im Soll.

Das wiederum hört Helmut Heidenblut mit Freude. Schliesslich soll der Poenigeturm bereits zum Tag der offenen Tür der Stadtwerke am 9. Juli 2011 für die Öffentlichkeit geöffnet werden.

© 2011 Dirk Becker
© 2011 Bild Hellweger Anzeiger

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