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19.05.2014
Westfalenpost Menden
Museum erklärt, warum man „einen Zahn zulegt“

Schmarotzerhaus
Museumstag in Menden: Schuhmachermeister Werner Frohne zeigt im Schmarotzerhaus sein altes Handwerk.Foto: Alex Lück © WP

Warum legt man einen Zahn zu, tritt ins Fettnäpfchen oder gibt den Löffel ab? Das war ein kleiner Teil der spannenden Informationen, die beim Internationalen Museumstag in Menden auf die Besucher warteten.

Linda, Luisa und Mara waren schon kurz nach Eröffnung am Mittag ins Mendener Museum gekommen und sollten unter anderem auf die eingangs erwähnten Fragen Antworten bekommen. Leiterin Jutta Törnig-Struck widmete den Dreien eine spontane Führung – später gab es auch noch mehrere reguläre für die älteren Gäste – unter anderem im Obergeschoss in den Ausstellungsteil über die Ackerbürger und berichtete dort vom harten Leben dieser Zeit und im Detail über die Essgewohnheiten. So konnte man den Topf überm Feuer mittels Rasten höher oder tiefer hängen -- eben einen Zahn zulegen, wenn mehr Hitze benötigt wurde. Von der Decke tropfte derweil das Fett der trocknenden Schinken, und bei Unvorsichtigkeit traf man in die Auffangbehälter dafür, eben ins Fettnäpfchen. Und wenn der Opa starb, gab er seinen Löffel an die jüngere Generation weiter, es hatte nämlich bei Weitem nicht jeder einen eigenen.

Speziell für die jüngeren Besucher hatte Törnig-Struck eine Museumsrallye mit vielen Fragen erarbeitet, mit Schwerpunkt zur Sonderausstellung der Schützen. „Für Kinder ist das Thema Schützenfest sicher noch nicht so präsent, wir wollen sie aber gerne schon mit den geschichtlichen Hintergründen als Bürgerwehren zum Schutz der Bevölkerung vertraut machen“, so die Museumsleiterin.

Maus Melchior wird bunt

Kreativität war gefragt bei Martin Smith, dem Gestalter der Mendener Museumsmaus Melchior, an desen Tisch die kleinen Besucher das Nagetier in den verschiedensten Varianten farblich gestalten konnten.

Neben dem Stadtmuseum waren auch der Poenigeturm und das Schmarotzerhaus an der alten Stadtmauer beteiligt. Hier waren es in der Mittagsschicht Lieselotte Kröner und Hildegard Lange aus dem Ehrenamtlichen-Team, die den Besuchern viele Fragen beantworten konnten. Zum Nachmittag zog hier der Besucherandrang deutlich an, als weiteres Highlight zeigte Werner Frohne sein Schuhmacherhandwerk..

Das ist der Internationale Museumstag

Der Internationale Museumstag steht unter dem Motto „Sammeln verbindet – Museum collections make connections“. In Deutschland nahmen mehr als 1800 Museen teil und boten, wie auch in Menden, viele Sonderführungen oder museumspädagogische Aktionen für Kinder.

Bild Original-Artikel – © 2014 Westfalenpost Menden
11.05.2014
Westfalenpost Menden
Aktionen zum Internationalen Museumstag

Das Mendener Museum beteiligt sich am Sonntag, 18. Mai, am Internationalen Museumstag mit Aktionen und Sonderöffnungszeiten von 12:00 bis 17:00 Uhr. Das Motto dieser weltweiten Aktion lautet diesmal „Sammeln verbindet – museum collections make connections“.

Schmarotzerhaus
„Als gegenständliches Gedächtnis der Menschheit und ihrer Umwelt bilden Museumssammlungen die Grundlage für das Bewahren und Erforschen von Kulturgut“, heißt es dazu in einem Aufruf des Deutschen Museumsbundes.

Programmpunkt für Kinder

In Menden ist der internationale Museumstag ganz besonders auf das junge Publikum ausgerichtet, denn der Zeichner des neu aufgelegten Kinderbuches „Melchior entdeckt Menden“, Martin Smith, und die Autorin Jutta Törnig-Struck schreiben den Kindern einen Gruß in das kindgerechte Geschichtsbuch. Gemeinsam mit den jungen Besuchern zeichnet Martin Smith die kleinen Mendener Geschichtsmäuse sowie alte Mendener Gebäude und Sammlungsgegenstände. Es besteht auch die Gelegenheit, das Buch zum Preis von 8,50 Euro im Museum zu kaufen.

„Sammeln verbindet“ im Mendener Museum gleich 14 Schützenvereine, die sich zur Präsentation ihrer Sonderausstellung „Mendener Schützen – damals und heute“ zusammengetan haben.In kurzen Führungen zu jeder vollen Stunde wird die Geschichte der Vereine vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Ereignisse vom Mittelalter bis in die Neuzeit vermittelt. Und natürlich verbindet Sammeln auch Jung und Alt – besonders Kinder sind in der Schützenausstellung willkommen und werden an das Thema spielerisch herangeführt: PoenigeturmMuseumsmaus Melchior Stöbernas schickt die jungen Besucher mit Rätselfragen auf die spannende Suche nach dem geköpften Hahn und nach Schützenvögeln, die an Glühbirnen hingen.

Auch die Außenstellen des Museums sind von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet: Das Schmarotzerhaus (An der Stadtmauer 5) und der Poenigeturm in der Turmstraße. Im Schmarotzerhaus wird Schuhmachermeister Werner Frohne von 15:00 bis 17:00 Uhr sein Handwerk vorführen. Seine Ehefrau Elisabeth Frohne erklärt die Funktion des Küchenherdes aus der Zeit um 1900, der mit Kohle oder Briketts geheizt wurde, und erzählt von der anstrengenden Hausarbeit.

Der Poenigeturm ist geöffnet

Der mittelalterliche Poenigeturm kann bis unter das Dach erobert werden. Er wurde im 17. Jahrhundert zum schaurigen Gefängnis für die Opfer des Hexenwahns. Einige der Hexenschreine, die die Künstlerinnen Ulla Brockfeld und Dagmar Müller geschaffen haben, sind im Erdgeschoss ausgestellt und offenbaren ihren Inhalt besonders eindrucksvoll, wenn man mit der Taschenlampe in sie hinein leuchtet. In beiden Gebäuden geben zudem die Mendener Stadtführer kurze In-formationen zur Geschichte Mendens und der historischen Bauten.

Bild Original-Artikel – © 2014 Westfalenpost Menden

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